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Hyperhidrose

Hyperhidrose ist krankhaftes übermäßiges Schwitzen, das über das normale Maß hinausgeht und die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.

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Hyperhidrose bezeichnet das krankhafte übermäßige Schwitzen, das weit über die normale thermoregulatorische Funktion hinausgeht. Betroffene leiden unter unkontrollierbaren Schweißausbrüchen, die unabhängig von Temperatur, körperlicher Anstrengung oder emotionalen Zuständen auftreten können. Diese Erkrankung betrifft etwa 1-3% der Bevölkerung und kann sowohl lokalisiert an bestimmten Körperstellen als auch generalisiert am ganzen Körper auftreten.

In der ästhetischen Medizin hat sich die Behandlung mit Botox als hochwirksame Therapieoption etabliert. Das Botulinumtoxin blockiert die Übertragung von Nervensignalen zu den Schweißdrüsen und kann das Schwitzen für mehrere Monate deutlich reduzieren oder sogar vollständig stoppen. Diese minimal-invasive Behandlungsmethode bietet Betroffenen eine effektive Alternative zu operativen Eingriffen.

Die Hyperhidrose wird in primäre und sekundäre Formen unterteilt. Die primäre Hyperhidrose tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf und beginnt meist in der Kindheit oder Pubertät. Die sekundäre Form entsteht als Folge einer anderen Erkrankung oder Medikamenteneinnahme.

Anwendungsgebiete

Die Behandlung der Hyperhidrose kommt bei verschiedenen Formen des übermäßigen Schwitzens zum Einsatz:

  • Axilläre Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen der Achseln)
  • Palmare Hyperhidrose (Handschweiß)
  • Plantare Hyperhidrose (Fußschweiß)
  • Kraniale Hyperhidrose (Kopf- und Gesichtsschweiß)
  • Kompensatorisches Schwitzen nach Operationen
  • Generalisierte Hyperhidrose bei entsprechender Indikation

Wirkungsweise

Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin wird das Medikament direkt in die betroffenen Hautareale injiziert. Das Toxin blockiert die Freisetzung von Acetylcholin an den Nervenendigungen, wodurch die Stimulation der ekkrinen Schweißdrüsen verhindert wird. Die Schweißproduktion wird dadurch für einen Zeitraum von 6-12 Monaten deutlich reduziert oder komplett gestoppt. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert etwa 15-30 Minuten je nach Größe des Behandlungsareals.

Vorteile und Risiken

Vorteile:

  • Hohe Erfolgsrate von über 90%
  • Minimal-invasive Behandlung ohne Operation
  • Schnelle Wirkung nach 3-7 Tagen
  • Deutliche Verbesserung der Lebensqualität
  • Ambulante Durchführung möglich
  • Wiederholbare Behandlung

Mögliche Risiken:

  • Vorübergehende Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Kleine Hämatome oder Schwellungen
  • Seltene Muskelschwäche bei Behandlung der Hände
  • Kompensatorisches Schwitzen an anderen Körperstellen
  • Allergische Reaktionen (sehr selten)

Rechtlicher Hinweis

Über dieses Lexikon
Dieses Lexikon dient der Wissensvermittlung rund um die ästhetische Medizin. Wir erklären Fachbegriffe, Behandlungsmethoden und Verfahren, damit Du Dich umfassend informieren kannst – unabhängig davon, ob wir diese Behandlungen selbst anbieten oder nicht.

Wichtig: Die Beschreibung einer Behandlung in diesem Lexikon bedeutet nicht, dass wir diese auch durchführen. Unser eigenes Behandlungsangebot findest Du unter Behandlungen.

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