Hyperhidrose bezeichnet das krankhafte übermäßige Schwitzen, das weit über die normale thermoregulatorische Funktion hinausgeht. Betroffene leiden unter unkontrollierbaren Schweißausbrüchen, die unabhängig von Temperatur, körperlicher Anstrengung oder emotionalen Zuständen auftreten können. Diese Erkrankung betrifft etwa 1-3% der Bevölkerung und kann sowohl lokalisiert an bestimmten Körperstellen als auch generalisiert am ganzen Körper auftreten.
In der ästhetischen Medizin hat sich die Behandlung mit Botox als hochwirksame Therapieoption etabliert. Das Botulinumtoxin blockiert die Übertragung von Nervensignalen zu den Schweißdrüsen und kann das Schwitzen für mehrere Monate deutlich reduzieren oder sogar vollständig stoppen. Diese minimal-invasive Behandlungsmethode bietet Betroffenen eine effektive Alternative zu operativen Eingriffen.
Die Hyperhidrose wird in primäre und sekundäre Formen unterteilt. Die primäre Hyperhidrose tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf und beginnt meist in der Kindheit oder Pubertät. Die sekundäre Form entsteht als Folge einer anderen Erkrankung oder Medikamenteneinnahme.
